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Von vielen Bildern lernen.

Hosting-Organisationen
Universität Salzburg (iMAREAL)
Verantwortliche Personen
Isabella Nicka
Beginn
Ende

Aufbereitung von Annotationen zu historischen visuellen Medien für die Verwendung im Kulturerbesektor und in Bildungseinrichtungen

Das Forschungsprojekt „Von vielen Bildern lernen. Aufbereitung von Annotationen zu historischen visuellen Medien für die Verwendung im Kulturerbesektor und in Bildungseinrichtungen“ am Institut für Realienkunde des Mittelalters und der frühen Neuzeit (Universität Salzburg) erschließt das Potenzial von Annotationen zu historischen visuellen Medien für Kunst- und Kulturvermittlung sowie Bildungseinrichtungen. Während Annotationen aus Citizen-Science-Projekten, musealen Sammlungen und Digital-Humanities-Forschung bisher vor allem für Bildrecherche oder Künstliche-Intelligenz-gestützte Annotationssysteme eingesetzt wurden, wird hier ausgelotet, wie sie auch im Museumsbereich, der Lehrer:innenbildung und in Bildungseinrichtungen innovative Vermittlungsformate ermöglichen können.

Über das Projekt

Beim Schlendern durch Museumsräume, können Besucher*innen Bilder im selben Raum vergleichen. Vielleicht erinnert man sich beim Studium eines Werks sogar an ein Detail, das man in anderer Form auf einem Bild zwei Räume zuvor gesehen hat. Wie aber können Rezipient*innen Inhalte über viele Bilder hinweg vergleichen?

Das Projekt untersucht anhand der Fallstudie  zu über 90 Kunstwerken, die heute in der Österreichsichen Galerie Belvedere aufbewahrt werden, wie Bildannotation und Visualisierungstechniken im Sinne des Distant Viewing neue Zugänge zu Kunstwerken eröffnen. Nutzer:innen können in einem Frontend Materialien auswählen und anhand einer Visualisierung erproben, in welchen Bildern diese Material-Kombinationen dargestellt werden und wo sie gemeinsam vorkommen. Es wird damit ein neuer Zugriff auf das Set an Bildern geboten. Der Blick wird über die dargestellten Materialien auf Details gelenkt und damit darauf, wie die Objekte und ihre Stoffe Geschichten mit-erzählen.

Die Grundlage bilden Annotationsdaten aus der Bilddatenbank REALonline, die für den Export in Visualisierungssoftware geprüft, überarbeitet und optimiert wurden. Im Projekt werden bestehende Visualisierungsmöglichkeiten für Kulturerbe-Anwendungen evaluiert und in ein Interface für die Nutzung gebaut.

Die Ergebnisse werden auf dem Digital-Humanities-Blog der Universität Salzburg veröffentlicht. Zusätzlich werden – wo möglich – die Entwicklungen als Open Source bereitgestellt. Damit leistet das Projekt einen Beitrag zur Digital Humanities Austria Strategie 2021+, insbesondere zu den Zielen Kooperation zwischen Forschungseinrichtungen und Gedächtnisorganisationen sowie Wissenstransfer in der Lehrer:innenbildung.