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Von vielen Bildern lernen.

Hosting-Organisationen
Universität Salzburg (iMAREAL)
Verantwortliche Personen
Isabella Nicka
Beginn
Ende

Aufbereitung von Annotationen zu historischen visuellen Medien für die Verwendung im Kulturerbebesektor und in Bildungseinrichtungen

Das Forschungsprojekt „Von vielen Bildern lernen. Aufbereitung von Annotationen zu historischen visuellen Medien für die Verwendung im Kulturerbebesektor und in Bildungseinrichtungen“ am Institut für Realienkunde des Mittelalters und der frühen Neuzeit ( Universität Salzburg ) erschließt das bislang ungenutzte Potenzial von Annotationen zu historischen visuellen Medien für Kunst- und Kulturvermittlung sowie Bildungseinrichtungen. Diese Annotationen stammen aus Citizen-Science-Projekten, musealen Sammlungen und Digital-Humanities-Forschung und wurden bisher vor allem für Bildrecherche oder Künstliche-Intelligenz-gestützte Annotationssysteme eingesetzt. Ziel ist es, diese Daten so aufzubereiten, dass sie im Museumsbereich und in der Lehrer:innenbildung innovative Vermittlungsformate ermöglichen.

Über das Projekt

Das Projekt untersucht anhand der Fallstudie „Material boy? Darstellungen von Werkstoffen bei Michael Pacher und Umkreis“, wie Bildannotation und Visualisierungstechniken im Sinne des Distant Viewing neue Zugänge zu Kunstwerken eröffnen. Dabei werden Darstellungen spezifischer Materialien – etwa Holz, Stein, Perlen oder Brokatstoffe – in zahlreichen Werken systematisch erfasst und vergleichbar gemacht.

Die technische Grundlage bilden Daten aus der Bilddatenbank REALonline , die für den Export in Visualisierungssoftware geprüft, überarbeitet und optimiert werden. Parallel wird geeignete Visualisierungssoftware für Kulturerbe-Anwendungen evaluiert und gegebenenfalls angepasst. Erste Kooperationsinteressen aus dem Museumsbereich, darunter die Österreichische Galerie Belvedere, bestätigen die Relevanz des Ansatzes.

Die Ergebnisse werden auf dem Digital-Humanities-Blog der Universität Salzburg veröffentlicht. Zusätzlich wird – wo möglich – der entwickelte Softwarecode als Open Source (z. B. auf GitHub) bereitgestellt. Damit leistet das Projekt einen Beitrag zur Digital Humanities Austria Strategie 2021+ , insbesondere zu den Zielen Kooperation zwischen Forschungseinrichtungen und Gedächtnisorganisationen sowie Wissenstransfer in der Lehrer:innenbildung.