Viertes Österreichisches Treffen zur Digitalen Linguistik
Von tool-gestützten Konkordanzen zu KI
Call for Papers
Digitale Linguistik ist ein wachsendes interdisziplinäres Feld an der Schnittstelle von Linguistik, Informationstechnologie und Sozialwissenschaften, was sich auch in neuen Projekten, neuen Publikationsreihen und Lehrveranstaltungen zeigt. Ein zentraler Punkt der Digitalen Linguistik sind die Sprachdaten, d.h. digitale Artefakte, die die menschliche Sprache als Ausdrucksform verwenden. Die Bandbreite dieser Sprachdaten reicht von Social-Media-Inhalten, über Parlamentsprotokolle und Zeitungen bis hin zu mittelalterlichen Manuskripten. Solche Daten werden unter anderem verarbeitet, annotiert, analysiert, kuratiert, geteilt, archiviert und wiederverwendet. Weiters spielen neue Technologien wie große Spachmodelle (LLMs) und generative KI eine immer größere Rolle im Bereich der Digitalen Linguistik. Daher erstreckt sich das Themenspektrum dieses Workshops von der Erstellung von digitalen Sprachressourcen (Korpora, Wörterbücher, etc.), Anwendung und Entwicklung neuer Methoden (Nutzung von LLMs und Künstlicher Intelligenz), Datenanalyse (z.B. automatisierte Erkennung semantischen Wandels, Sentiment- und Emotionsanalyse etc.) über die Verwendung von Standards und Forschungsinfrastrukturen bis hin zu Methoden der Langzeitarchivierung oder Nachnutzung.
Als etablierte Workshopreihe, unterstützt von CLARIAH-AT, hat das “Vierte Österreichisches Treffen zur Digitalen Linguistik“ das Ziel die rezenten Entwicklungen in der österreichischen Forschungslandschaft und darüber hinaus aufzugreifen, und unterschiedliche Projekte, im Bereich der digitalen Linguistik, und die darin involvierten Wissenschaftler*innen zu vernetzen. Es sollen dadurch (1) methodologische Erkenntnisse ausgetauscht sowie eigene Forschungsergebnisse präsentiert werden und (2) Synergien durch das gegenseitige Verfügbarmachen von digitalen Sprachressourcen entstehen.
Außerdem möchte der Workshop auch internationale Wissenschafter*innen ansprechen, die im Bereich Digitale Linguistik arbeiten und ihre Forschung vorstellen und sich mit der Community in Österreich austauschen wollen. Der Workshop möchte insbesondere auch eine Möglichkeit für Nachwuchsforschende bieten, ihre Arbeit vorzustellen: Wir bieten dafür Kurzslots an, in denen PhD oder Master- Studierende in 10 Minuten ihre Projekte vorstellen können.
Geplanter Umfang und Anzahl der Beiträge: insgesamt 12 Slots (20 Minuten Präsentation, 10 Minuten Diskussion), davon bis zu 2 shared slots für Nachwuchsforschende. Dadurch kann das allgemein übliche Zeitraster eingehalten werden.
Einreichung:
- Die Vorträge sind 20-minütige Präsentation + 10 Minuten Diskussion; shared slots: 10 Minuten + 5 Minuten Diskussion
- Abstracts (in pdf-Format) sollen eine Länge von 150 bis 300 Wörtern haben (ohne Literaturangaben).
- Einreichungen müssen nicht anonymisiert sein.
- Alle Abstracts müssen Literaturangaben enthalten und nach dem Unified Style Sheet for Linguistics formatiert sein.
- Einreichfrist: Abstracts werden bis 15. September 2026 unter der E-Mail digital-linguistics@oeaw.ac.at als pdf entgegen genommen.
Jede Einreichung wird von mindestens 2 Review*innen begutachtet.
Reisekostenzuschuss: Bei Bedarf kann, nach Annahme des Abstracts, ein Reisekostenzuschuss von CLARIAH-AT vergeben werden.
Der Workshop findet im Rahmen der Österreichischen Linguistik Tagung (ÖLT2026) von 20. - 21. November 2026 in Salzburg statt.
Workshopleiter*innen:
- Tanja Wissik, Österreichische Akademie der Wissenschaften
- Andreas Baumann, Universität Wien
- Julia Neidhardt, TU Wien
- Claudia Posch, Universität Innsbruck
- Gerhard Rampl, Universität Innsbruck
- Tabea Anreiter, Österreichische Akademie der Wissenschaften
- Marlene Albrecht, Österreichische Akademie der Wissenschaften
Weiterführende Links: