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Writing a Digital Conceptual History of Democracy

Workshop mit Pasi Ihalainen, University of Jyväskylä


Wann: Dienstag, 16. Mai 2023, 14:30 – 16:30 Uhr

Wo: Universität Wien,
Die Teilnehmer werden kurz nach Anmeldeschluss über den Veranstaltungsort des Workshops informiert.

Registrierung: Bitte schicken Sie eine E-Mail vor 1. Mai an birgit.nagy-glaser[at]univie.ac.at


Der Workshop bietet die Möglichkeit, mit Pasi Ihalainen den Entwurf eines Kapitels zu diskutieren, das er gemeinsam mit Hugo Bonin und Zachris Haaparinne verfasst hat, welches vorab an die TeilnehmerInnen verteilt wird.

In diesem Kapitel bieten die Autoren eine praktische Einführung in die konzeptionelle Geschichtsschreibung in einem Zeitalter zunehmend digitalisierter Primärquellen und computergestützter Lesetechniken. Sie erörtern die Auswirkungen der Digitalisierung auf die Begriffsgeschichte und schlagen eine Brücke zwischen traditioneller und digitaler Forschung. Sie argumentieren für die Vorteile einer Kombination aus der Ausrichtung auf größere sprachliche Trends (Quantifizierung) und dem kontextbezogenen genauen Lesen von historischen Quellen (qualitative Analyse). Die Fernauswertung (distant reading) digitaler Datensätze mit Hilfe von relativen Begriffshäufigkeiten, Kollokationen und n-Grammen ermöglicht es uns beispielsweise, Veränderungen im Sprachgebrauch zu erkennen, die eine Beschränkung der qualitativen Inhaltsanalyse auf bestimmte Debatten rechtfertigen können.
Nach einer genaueren Kontextualisierung kann es sich als sinnvoll erweisen, auf digitale Werkzeuge zurückzugreifen, um die Ergebnisse quantitativ zu untermauern.

Um diese Grundsätze zu veranschaulichen, befassen sich die Autoren mit der langfristigen Geschichte der Demokratie. Demokratie ist ein sehr umstrittenes und historisch dehnbares Konzept. Seine Analyse kann von Big Data, digitalen Methoden und Werkzeugen profitieren, die Vergleiche über die Zeit und über die nationale Geschichte hinaus ermöglichen. Beispiele, die sich auf die Verwendung des Begriffs konzentrieren, zeigen, wie die Begriffsgeschichte das politische Handeln in der Vergangenheit erfassen kann.

Pasi Ihalainen ist Professor für vergleichende europäische Geschichte an der Universität Jyväskylä und hält die diesjährige Gerald Stourzh Lecture on the History of Human Rights and Democracy am Mittwoch, 17. Mai, 18:30 Uhr, in der Gerda Lerner Hs. 41.


Organised by:
Thomas Angerer, Birgitta Bader-Zaar,
Thomas Wallnig