Users First. Optimierung von User Interface, User Experience und Crowdsourcing an der Mittelhochdeutschen Begriffsdatenbank
- Hosting-Organisationen
- Universität Salzburg
- Verantwortliche Personen
- Katharina Zeppezauer-Wachauer, Julia Hintersteiner und Alan Lena van Beek
- Beginn
- Ende
Die Mittelhochdeutsche Begriffsdatenbank (MHDBDB) ist eine zentrale digitale Ressource für die Erforschung der mittelhochdeutschen Sprache und Literatur. Seit ihrer Entstehung in den 1990er Jahren unterstützt sie Forschende weltweit bei der Analyse und Auswertung historischer Texte. Mit finanzieller Unterstützung durch CLARIAH-AT wurde die Datenbank grundlegend modernisiert: Neben einer neuen Benutzeroberfläche erfolgte die Umstellung auf eine RDF-basierte Datengrundlage, die eine nachhaltige Nutzung und Vernetzung im Semantic Web ermöglicht.
Das Projekt „Users First“ knüpft an diesen Relaunch an und verfolgt das Ziel, die Zugänglichkeit, Benutzerfreundlichkeit und Reichweite der MHDBDB weiter zu steigern – im Sinne der FAIR-Prinzipien und der Open-Science-Strategie der Digital Humanities.
Über das Projekt
Das Projekt konzentriert sich auf vier zentrale Arbeitsbereiche:
- Optimierung von User Experience (UX) und User Interface (UI)
Geplant sind ein personalisierter Login-Bereich, erweiterte Such- und Download-Funktionen, Notiz- und Kommentarmöglichkeiten sowie barrierearme Zugänge für unterschiedliche Endgeräte. Power-User erhalten Werkzeuge für komplexe Live-SPARQL-Abfragen und automatisierte Datenprozesse. Zusätzlich wird die Plattform ins Englische übersetzt, um eine internationale Nutzerschaft anzusprechen. - Crowdsourcing und Wissenstransfer
Ein neu entwickeltes browserbasiertes Crowdsourcing-Tool bindet die Community aktiv in die Datenerhebung ein. Nutzer:innen können unter anderem Textannotationen vornehmen, automatisch erzeugte Daten prüfen oder komplexe morphologische Analysen beitragen. Die gesammelten Daten werden als offene Forschungsdaten zur Verfügung gestellt und auch in innovative Anwendungen wie den Chatbot ParzivAI einfließen. - Technische Betreuung und Projektmanagement
Eine eigens eingerichtete Teilzeitstelle koordiniert die Projektfortschritte, gewährleistet den Austausch zwischen allen Beteiligten und sorgt für einen reibungslosen Ablauf. - Nachhaltige RDF-Integration
Langfristig sollen die MHDBDB-Daten in ein Trusted Repository wie das Geisteswissenschaftliche Asset Management System (GAMS) der Universität Graz integriert werden, um Interoperabilität und langfristige Verfügbarkeit sicherzustellen.
Mit diesen Maßnahmen wird die MHDBDB nicht nur technisch und funktional weiterentwickelt, sondern auch als offene, kollaborative und zukunftsfähige Plattform in den Digital Humanities gestärkt.