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Untersuchung von IIIF in Digitalen Editionen

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Das Projekt „Untersuchung von IIIF in Digitalen Editionen: Evaluierung und praktische Anwendung“ widmet sich der Analyse und Weiterentwicklung der Nutzung des International Image Interoperability Framework (IIIF) in digitalen wissenschaftlichen Editionen. IIIF ist ein internationaler Standard zur Bereitstellung und Annotation von Bilddaten über Schnittstellen (APIs) und bietet umfangreiche Funktionen für die Darstellung, den Austausch und die Nachnutzung von Bildmaterial. Obwohl IIIF in vielen Editionen – beispielsweise für die Anzeige von Faksimiles – eingesetzt wird, bleiben viele technische Möglichkeiten ungenutzt. Das Projekt adressiert diese Lücke zwischen bestehenden technischen Implementierungen und den spezifischen Anforderungen von Editionsprojekten und leistet damit einen Beitrag zur Optimierung von Arbeitsprozessen in den Digital Humanities.

Über das Projekt

In Zusammenarbeit zwischen der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (Institut für Habsburg- und Balkanforschung - IHB) und dem Institut für Digitale Geisteswissenschaften der Universität Graz werden Anforderungen an IIIF-Implementierungen systematisch erfasst und mit vorhandenen technischen Lösungen abgeglichen.
Der Schwerpunkt liegt auf der Untersuchung der beiden weit verbreiteten IIIF-Viewer Mirador und OpenSeadragon sowie ihrer Eignung für die Darstellung nach dem IIIF-Standard 3.0. Neben einer technischen Analyse werden Best Practices und konkrete Handlungsempfehlungen erarbeitet, die in einem öffentlich zugänglichen How-To-Guide dokumentiert werden.
Ein zentrales Projektergebnis war der zweitägige Workshop „IIIF in/and Digital Scholarly Editions“ (Mai 2025), an dem 33 Teilnehmende aus Österreich und weiteren europäischen Ländern mitwirkten. Fachvorträge, u. a. von Glen Robson (IIIF Consortium), boten Einblicke in aktuelle Entwicklungen und Anwendungsfälle. Zusätzlich wurde eine Umfrage unter ca. 170 Projekten durchgeführt, die den Stand der IIIF-Nutzung erfasst und künftig als offene Ressource bereitgestellt wird. Die entstehende Datenbasis und die Workshop-Materialien werden auf Zenodo veröffentlicht und dienen als Grundlage für nachhaltige Vernetzung und Wissensaustausch innerhalb der Community.