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Mapping Difficult Heritage. Digital Documentation of Colonial Traces in Austrian Urbanscapes

Hosting-Organisationen
Universität Graz
Verantwortliche Personen
Markus Wurzer
Beginn
Ende

Das Projekt „Mapping Difficult Heritage: Digital Documentation of Colonial Traces in Austrian Urbanscapes“ widmet sich der digitalen Erfassung und Dokumentation kolonialer Spuren in österreichischen Stadträumen. Es reagiert auf eine bestehende Forschungslücke und zielt darauf ab, die materielle Präsenz kolonialer Hinterlassenschaften im öffentlichen Raum sichtbar zu machen und langfristig als Forschungsdaten zu archivieren. Damit leistet das Vorhaben einen wichtigen Beitrag zur sich formierenden Kolonialgeschichtsschreibung Österreichs und zur kritischen Auseinandersetzung mit schwierigen historischen Erbschaften. 

Über das Projekt 

Im Rahmen einer Pilotstudie, die im Wintersemester 2025/26 durchgeführt wird, kooperieren das Grazer Geschichtsinstitut und das Haus der Geschichte Österreich (hdgö). Lehramtsstudierende der Universität Graz erfassen koloniale Spuren in der Steiermark durch systematische Recherchen in Archiven und Bibliotheken sowie durch die Analyse des öffentlichen Raums. Die erhobenen Daten werden digital verarbeitet und in einer CMS-Datenbank gespeichert, die von der Österreichischen Nationalbibliothek gehostet wird. 

Die Datenbank wird als interaktive Online-Karte und als Datenpaket über Zenodo bereitgestellt. Dabei werden die FAIR-Prinzipien (Findable, Accessible, Interoperable, Reusable) konsequent eingehalten. Jeder Erinnerungsort wird durch eine TEI-Datei beschrieben, die detaillierte Informationen zum Ort, seiner Geschichte sowie Metadaten zu den Autor:innen enthält. Geografische Daten im GML-Format ermöglichen die visuelle Darstellung der Orte auf der Karte. 

Neben der Datenerhebung und -bereitstellung umfasst das Projekt die Vorbereitung eines Drittmittelantrags, der im Frühjahr 2026 eingereicht werden soll. Ziel ist es, die Forschung auf ganz Österreich auszuweiten und eine Forschungsgruppe zu etablieren, die an mehreren Standorten tätig ist. Langfristig soll die Datenbank als zentrale Ressource für die österreichische Kolonialgeschichtsschreibung dienen und weitere Forschungsprojekte ermöglichen.