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Governance und Verstetigung DH-Infra.at

Hosting-Organisationen
Universität Graz, Universität Innsbruck, Universität für Weiterbildung Krems, Universität Salzburg, Universität Wien, Universität für Angewandte Kunst Wien, Technische Universität Wien, Österreichische Akademie der Wissenschaften und Österreichische Nationalbibliothek
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DH-Infra.at Digital Humanities Infrastructure Austria – ist eine nationale Initiative, die der geistes- und kulturwissenschaftlichen Forschung in Österreich langfristig Zugang zu moderner digitaler Infrastruktur verschafft. Sie vernetzt die im CLARIAH-AT Konsortium und in vorangegangenen Infrastrukturprojekten entstandene Digital-Humanities-Community. Ziel ist es, Forschungsprozesse zu unterstützen, die den Einsatz von Digitalisaten, Forschungssoftware und Data-Science-Methoden erfordern.
Der Schwerpunkt liegt auf vier zentralen Infrastrukturfeldern: Machine Learning, Open-Source-Software, Repositorien sowie Enhanced Sensing. Diese Technologien stehen zwar auch anderen Disziplinen offen, werden jedoch bislang in Planungen oft ohne spezifische Anpassung an geisteswissenschaftliche Anforderungen berücksichtigt. DH-Infra.at setzt hier an, um Forschungslücken zu schließen und eine nachhaltige Nutzung sicherzustellen.

Über das Projekt

Das Vorhaben verfolgt den Aufbau einer Basisinfrastruktur, die bis zum 30. Juni 2026 betriebsbereit ist und anschließend von den beteiligten Digital-Humanities-Zentren in Österreich weiter betrieben wird.
Ein zentrales Element ist die Entwicklung eines tragfähigen Governance-Modells, das gemeinsam mit allen Partnerinstitutionen erarbeitet wird. Die Infrastruktur wird verteilt betrieben, wobei jede Partnerinstitution laufende Betriebskosten wie Systemadministration, Energie und Räumlichkeiten übernimmt. Dieses Modell gewährleistet Unabhängigkeit und Nachhaltigkeit über die Projektlaufzeit hinaus.
Ein weiterer Schwerpunkt ist die Einrichtung einer Koordinationsstelle, die ab 2026 die Überführung der Governance-Struktur begleitet und im Idealfall ab 2027 als dauerhafte Servicestelle innerhalb von CLARIAH-AT fungiert. Diese Stelle dient als zentrale Anlaufstelle für Fragen zu Infrastrukturzugang, Administration und Dokumentation der im Projekt entwickelten Prozesse.
DH-Infra.at ist eng vernetzt mit weiteren nationalen und internationalen Digital-Humanities-Projekten, darunter das Portal digitale-edition.at (KONDE) für digitale Editionen sowie das Infrastruktur-Projekt DiTAH (digitale Transformation der österreichischen Geisteswissenschaften).
Es sind zahlreiche Partnerinstitutionen an DH-Infra beteiligt, darunter die Universität Graz (Projektleitung), Universität Innsbruck, Universität für Weiterbildung Krems, Universität Salzburg, Universität Wien, Universität für angewandte Kunst Wien, Technische Universität Wien, die Österreichische Akademie der Wissenschaften und die Österreichische Nationalbibliothek.