Gipsabgusssammlung des Fachbereichs Altertumswissenschaften in der Alten Residenz Salzburg – Erstellung einer digitalen Sammlung und eines virtuellen Rundgangs
- Hosting-Organisationen
- Universität Salzburg
- Verantwortliche Personen
- Lydia Berger, Alexander Sokolicek und Melissa Vetters
- Beginn
- Ende
Mit dem Projekt „Gipsabgusssammlung des Fachbereichs Altertumswissenschaften in der Alten Residenz Salzburg – Erstellung einer digitalen Sammlung und eines virtuellen Rundgangs“ wird eine einzigartige Sammlung von 216 Gipsabgüssen digitalisiert und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Die Sammlung, die als Lehrmaterial für die Klassische Archäologie und Kunstgeschichte dient, befindet sich im sogenannten Bierkeller der Alten Residenz Salzburg. Dieser historische Raum bietet eine besondere Atmosphäre für die Präsentation der Gipsabgüsse, die in ihrer Zusammensetzung in Österreich einzigartig sind. Die Sammlung umfasst Werke, die vor allem in den 1970er Jahren angekauft wurden, und enthält sowohl bekannte als auch seltene Reproduktionen antiker Kunstwerke. Aufgrund der geplanten Umbauarbeiten in der Alten Residenz wird die Sammlung ab Oktober 2025 für mehrere Jahre weder der Öffentlichkeit noch für Studienzwecke zugänglich sein. (Der Umbau der Räumlichkeiten wurde aus politischen Gründen vorerst aufgeschoben.) Um den Zugang zu den Sammlungsstücken nachhaltig zu sichern, wurde ein Projekt zur Digitalisierung und virtuellen Präsentation der Sammlung initiiert. Ziel ist es, innovative digitale Methoden einzusetzen, um die Sammlung als Open Educational Resource (OER) der Forschung und Lehre zur Verfügung zu stellen und gleichzeitig die kulturelle Bedeutung der klassischen Antike einem breiten Publikum näherzubringen.
Über das Projekt
Das Projekt umfasst mehrere zentrale Schritte:
- Zusammenführung und Homogenisierung aller digitalen Daten: Die vorhandenen Katalogtexte, Fotos und Metadaten werden in einer erweiterten Filemaker-Datenbank zusammengeführt und homogenisiert. Diese Datenbank dient als Grundlage für die digitale Sammlung und wird anschließend in die Bibliothekssoftware ALMA importiert, die von der Universitätsbibliothek Salzburg gehostet wird.
- Erstellung eines virtuellen Rundgangs: Mithilfe von 360°-Kameraaufnahmen und der Software H5P wird ein virtueller Rundgang durch die Sammlung entwickelt. Dieser Rundgang ermöglicht es, die Sammlung digital zu erkunden und die Objekte in ihrem räumlichen Kontext zu erleben. Das Modell wird als SCORM package auf einem Forschungsrepositorium (Zenodo) öffentlich zugänglich gemacht.
- Verknüpfung der digitalen Sammlung mit dem virtuellen Rundgang: Die digitalen Objekte der Sammlung werden mit dem virtuellen Rundgang verknüpft, sodass Nutzer:innen die Möglichkeit haben, detaillierte Informationen zu den einzelnen Gipsabgüssen direkt im Rundgang abzurufen.
Die Digitalisierung erfolgt in enger Zusammenarbeit mit der Universitätsbibliothek Salzburg und dem Fachbereich Geoinformatik. Die Bilddaten für den virtuellen Rundgang werden mit einer hochauflösenden 360°-Kamera aufgenommen, die speziell für dieses Projekt angeschafft wurde. Die Ergebnisse des Projekts werden auf der Plattform ePLUS veröffentlicht und sind öffentlich recherchierbar. Langfristig ist eine Erweiterung der digitalen Sammlung um zusätzliche Komponenten wie 3D-Scans, Archivgeschichte und eine Lern-App geplant.