CRASH: A Hackathon for Advanced Search in Cultural Heritage
- Hosting-Organisationen
- Universität Graz
- Verantwortliche Personen
- Florian Atzenhofer-Baumgartner
- Beginn
- Ende
Der Zugang zu digitalen Kulturerbe-Daten hängt zunehmend davon ab, ob große und heterogene Sammlungen effizient durchsucht werden können. Insbesondere bei multimodalen Beständen, die Texte, Bilder und Metadaten miteinander verbinden, stoßen herkömmliche Suchverfahren häufig an ihre Grenzen. Hier setzt das Projekt CRASH an: Im Rahmen eines technischen Hackathons werden fortgeschrittene Verfahren der Similarity Search für Kulturerbe-Daten erprobt und weiterentwickelt. Ziel des Projekts ist es, Expert:innen aus den Digital Humanities, dem maschinellen Lernen und dem Software Engineering zusammenzubringen, um prototypische Lösungen für semantische und multimodale Suchverfahren zu entwickeln, die offen nachgenutzt werden können.
Über das Projekt
CRASH ist als technischer Hackathon konzipiert und soll die technologischen Grundlagen für eine effiziente Similarity Search in österreichischen Digital-Humanities- und Kulturerbe-Kontexten schaffen. Im Mittelpunkt stehen Verfahren, mit denen unterschiedliche Datentypen, insbesondere Texte, Bilder und Metadaten, vergleichbar gemacht und in gemeinsame Suchprozesse integriert werden können.
Die Arbeiten befassen sich mit mehreren technologischen und infrastrukturellen Fragestellungen:
- Entwicklung und Erprobung von Prototypen für multimodale Similarity Search
- Vergleich clientseitiger und serverseitiger Sucharchitekturen
- Benchmarking und Optimierung von Suchalgorithmen
- Vorbereitung offen zugänglicher Referenzimplementierungen und Dokumentationsmaterialien
Für den Hackathon werden Testdatensätze aus österreichischen Digital-Humanities- und Kulturerbe-Repositorien vorbereitet, darunter Datensätze mit Bezug zu GAMS, der Österreichischen Nationalbibliothek und Kulturpool. Ergänzend wird ein Evaluationsframework entwickelt, das einen systematischen Vergleich der prototypischen Lösungen erleichtern soll. Als technische Infrastruktur steht der DHInfra.at-GPU-Cluster zur Verfügung, der ortsunabhängig über VPN genutzt werden kann.
Das Organisationsteam setzt sich aus Mitgliedern der Universität Graz, der Technischen Universität Graz und des Know-Centers zusammen. Die inhaltlichen und organisatorischen Arbeitspakete des Projekts wurden bereits weiter ausgearbeitet. Der Hackathon folgt einer fokussierten Struktur mit frühzeitiger Teambildung, klar definierten Rollen und regelmäßigen Integrationsphasen. Zusätzlich unterstützt ein gemeinsamer Online-Kommunikationskanal die Abstimmung zwischen den Teilnehmenden bereits vor Beginn des Hackathons.
Zu den geplanten Ergebnissen zählen funktionsfähige Prototypen, eine offen zugängliche Open-Source-Referenzimplementierung sowie Materialien für ein Positionspapier oder eine Demo-Publikation. Langfristig sollen sich die im Projekt entwickelten Ansätze in bestehende Kulturerbe-Plattformen integrieren lassen und eine Grundlage für weitere Kooperationen und Projekte bilden.