Gender, Networks, and Artistic Success: A Computational Analysis of Jazz History
- Hosting-Organisationen
- Central European University (CEU)
- Verantwortliche Personen
- Mark Wittek
- Beginn
- Ende
Das Projekt „Gender, Networks, and Artistic Success“ widmet sich der umfassenden Analyse der Jazzgeschichte, um die Wechselwirkungen zwischen Geschlecht, Kollaborationsnetzwerken und künstlerischem Erfolg zu untersuchen. Ziel ist es, geschlechterspezifische Ungleichheiten in der Jazzmusik zu beleuchten und die historischen Entwicklungen in der Geschlechterrepräsentation über einen Zeitraum von mehr als 160 Jahren zu analysieren.
Über das Projekt
Im Zentrum des Projekts steht die Nutzung des Tom Lord Digitalarchivs, das Informationen zu über 1,5 Millionen Jazzmusiker:innen und deren Kollaborationen enthält. Mithilfe moderner digitaler Methoden wie Netzwerkanalyse und maschinellem Lernen wird der Datensatz angereichert und analysiert, um die Rolle von Geschlecht und Netzwerkpositionen für den künstlerischen Erfolg zu verstehen.
Die zentralen Arbeitsschritte umfassen:
- Automatische Geschlechterklassifikation: Musiker:innen werden basierend auf ihren Namen automatisch nach Geschlecht klassifiziert. Um die Genauigkeit dieser Methode zu gewährleisten, erfolgt eine manuelle Annotation eines Teils der Daten durch Expert:innen.
- Rekonstruktion von Kollaborationsnetzwerken: Die Netzwerke werden auf Basis von Aufnahmesessions erstellt, um die Positionen und Einflussmöglichkeiten von Musiker:innen zu analysieren.
- Statistische Modellierung: Mit relationalen Hyper-Event-Modellen (RHEMs) wird untersucht, wie sich die Geschlechterrepräsentation und die Erfolgschancen weiblicher Musiker:innen im Jazz über die Zeit verändert haben.
Das Projekt zielt darauf ab, die Ergebnisse nicht nur der wissenschaftlichen Gemeinschaft, sondern auch der breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Zu diesem Zweck wird eine interaktive Website entwickelt, die aggregierte Ergebnisse, Netzwerkvisualisierungen und geschlechterspezifische Analysen präsentiert. Diese Plattform soll sowohl für Forschende als auch für Journalist:innen, Bürger:innen und politische Entscheidungsträger:innen von Interesse sein.
Das Vorhaben trägt zur Weiterentwicklung der Digital Humanities bei, indem es innovative Methoden zur Analyse kultureller Daten einsetzt und neue Erkenntnisse zur Geschlechterrepräsentation in der Jazzmusik liefert. Darüber hinaus unterstützt es die Mission von CLARIAH-AT, CLARIN-ERIC und DARIAH-EU, indem es digitale Archive bereichert und deren Inhalte für die Forschung und Öffentlichkeit zugänglich macht.