CLARIAH-AT Plattform
- Hosting-Organisationen
- Austrian Centre for Digital Humanities (ACDH)
- Beginn
- Ende
Das österreichische CLARIAH‑AT Konsortium koordiniert die nationale Beteiligung an den europäischen Forschungsinfrastrukturen CLARIN und DARIAH und fördert damit die Sichtbarkeit, Kompatibilität und Nutzung digitaler Forschungsressourcen in Österreich. Vor dem Hintergrund dieser starken, transnationalen Infrastruktur erhält das Projekt eine zusätzliche strategische Relevanz, indem es eine nationale Plattform entwickelt, die sich nahtlos in die europäische Landschaft einfügt.
Die digitale Forschungslandschaft in den Geisteswissenschaften entwickelt sich kontinuierlich weiter. Mit dem Projekt „CLARIAH-AT Plattform“ wird der Aufbau einer zentralen digitalen Infrastruktur für die österreichische Digital Humanities (DH)-Community vorangetrieben. Ziel ist es, die Sichtbarkeit und Auffindbarkeit von Forschungsressourcen, Projekten und Services zu verbessern und zugleich die Anschlussfähigkeit an europäische Initiativen wie DARIAH-EU und die European Open Science Cloud (EOSC) sicherzustellen. Das Projekt versteht sich als strategischer Beitrag zur Umsetzung der DHA-Strategie 2021+ , insbesondere im Hinblick auf Repositorien, Metadatenqualität und die nachhaltige Bereitstellung digitaler Quellen für Forschung und Lehre.
Über das Projekt
Im Zentrum des Vorhabens steht die Neugestaltung und Erweiterung der bestehenden Website clariah.at zu einer umfassenden Plattform. Diese Plattform soll als zentrales Informations- und Präsentationsmedium für Projekte, Daten, Tools, Services, Trainingsmaterialien und Publikationen der österreichischen DH-Community dienen. Grundlage dafür ist ein technisches Setup, das auf einem git-basierten System mit statischer HTML-Generierung und CMS-Unterstützung durch das Keystatic Framework basiert. Dies erlaubt eine flexible, feldspezifische Inhaltsstrukturierung (z. B. für Events oder Metadaten) und langfristige Wartbarkeit.
Die technische Weiterentwicklung orientiert sich an den „Pathways“-Strategien von DARIAH-EU, die eine strukturierte und bidirektionale Integration von Informationsflüssen zwischen lokalen Systemen und zentralen europäischen Katalogen ermöglichen. Dazu gehören z. B. Tools aus dem SSH Open Marketplace oder Datensätze aus Repositorien wie ARCHE , GAMS und PHAIDRA , die via OpenAIRE sichtbar gemacht werden.
Ein zentraler Bestandteil des Projekts ist auch die manuelle Kuratierung bestehender Inhalte sowie die kontinuierliche Erweiterung und Qualitätssicherung. Hierbei werden Vokabulare wie TaDiRAH (Taxonomy of Digital Research Activities in the Humanities) einbezogen und vorhandene Ressourcen aus verwandten Initiativen wie KONDE (Kompetenznetzwerk Digitale Edition) und DiTAH (Digitale Transformation der österreichischen Geisteswissenschaften) evaluiert und gegebenenfalls integriert. Die Entwicklung eines kuratierten, durchsuchbaren Wissensgraphen ist ebenso vorgesehen wie facettierte Suchfunktionen (z. B. nach Publikationsdatum, Schlagwörtern, Autor:innen).
Potenzielle Erweiterungen umfassen:
- Blogs, Podcasts oder Videointerviews mit Expert:innen,
- Vorstellung innovativer Projekte inklusive reflektierender Erfahrungsberichte,
- Kontaktübersichten zu Ansprechpartner:innen für Tools, Methoden und Themen.
Das Projekt ist modular aufgebaut und umfasst technische Entwicklung, Design und Datenintegration.