Interacting with the Dead in Antiquity & the Middle Ages
Wann: Dienstag, 2. September – Freitag, 4. September 2026
Wo: Hybrid an der Universität Graz – 8010 Graz, Österreich & online
Anmeldung: Wenn Sie einen Beitrag präsentieren möchten, senden Sie bitte bis Freitag, 12. Juni 2026 einen Titel, ein Abstract (250–500 Wörter) sowie eine kurze biografische Notiz ein.
Organisation: Projekt PresentDead – Institut für Antike, Universität Graz
Sprache: Englisch
Das Projekt PresentDead (ERC Nr. 101089324) untersucht die Wiederöffnung von Gräbern sowie Interaktionen mit den Toten und ihren materiellen Überresten im Zeitraum vom 5. bis 8. Jahrhundert. Die Tagung bringt Historiker:innen zusammen, die mit einer Vielzahl von Texten aus der antiken und mittelalterlichen Welt arbeiten und unterschiedliche Einstellungen zu sowie Kontexte von Interaktionen mit den Toten sichtbar machen. Ziel ist es, Wissen und Erfahrungen darüber zu bündeln, was Menschen der Antike und des Mittelalters für möglich oder vorstellbar hielten, wenn sie sich mit der Wiederöffnung von Gräbern und dem Umgang mit den Toten auseinandersetzten.
Present Dead WebsiteInteracting with the Dead in Antiquity & the Middle Ages (Interaktionen mit den Toten in Antike und Mittelalter)
Das Projekt PresentDead (ERC Nr. 101089324) untersucht die Wiederöffnung von Gräbern sowie Interaktionen mit den Toten und ihren materiellen Überresten im Zeitraum vom 5. bis 8. Jahrhundert. Während der Schwerpunkt des Projekts auf archäologischen Quellen liegt, werden auch zeitgenössische sowie spätere schriftliche Zeugnisse berücksichtigt. Dazu zählen historiographische und normative Texte – von Geschichtswerken und Chroniken über Heiligenviten bis hin zu Bußbüchern, Predigten sowie römischen und sogenannten barbarischen Gesetzessammlungen.
Das geografische Untersuchungsgebiet des Projekts erstreckt sich über Mittel- und Osteuropa, von den Ostalpen bis nach Transsilvanien. Für diesen Zeitraum ist die Region literarisch nur spärlich überliefert; ein Großteil der Texttradition entstand an den Rändern des Untersuchungsraums und oftmals erst deutlich später. Zudem werden Interaktionen mit den Toten in diesen Quellen nur selten ausdrücklich erwähnt. Die textliche Perspektive des Projekts ist daher häufig die eines Außenblicks, der solche Praktiken indirekt in politischen, religiösen oder rhetorischen Zusammenhängen sichtbar macht.
Beiträge aus den Altertumswissenschaften und der Mediävistik sind ebenso willkommen wie aus den Bereichen Geschichte, Rechtswissenschaft, Linguistik, Literaturwissenschaft, Philosophie, Theologie und verwandten Disziplinen.
Die Tagung knüpft an einen erfolgreichen Workshop vom November 2025 an und versammelt Historiker:innen, die mit einer breiten Palette antiker und mittelalterlicher Texte arbeiten. Diese Quellen eröffnen unterschiedliche Perspektiven auf den Umgang mit den Toten und die Wiederöffnung von Gräbern. Durch den Austausch sollen Erkenntnisse darüber gewonnen werden, welche Vorstellungen und Möglichkeiten Menschen der Antike und des Mittelalters mit solchen Praktiken verbanden.
Die hybride Tagung findet vom 2.–4. September 2026 online sowie in Präsenz an der Karl-Franzens-Universität Graz statt.
Wenn Sie einen Beitrag präsentieren möchten, senden Sie bitte bis Freitag, 12. Juni 2026 einen Titel, ein Abstract (250–500 Wörter) sowie eine kurze biografische Notiz an:
Call for contributionsEin herausgegebener Sammelband ist im Anschluss an die Tagung geplant (Abgabefrist für die Beiträge: Montag, 30. November 2026). Die Mitwirkung sowohl an der Tagung als auch am Sammelband wäre ideal; falls jedoch nur eine Teilnahme an einem der beiden Formate möglich ist, wird darum gebeten, Thomas Gobbitt entsprechend zu informieren.
Die Veranstaltung wurde ursprünglich über die Website von H-Soz-Kult veröffentlicht:
Event via hsozkult website