Summer School "Who Cares: Collecting, preserving, and curating in museums, archives, and organizations"
1. – 3. Juli 2026 | Invitation & Call for Contributions
Das Department für Kunst- und Kulturwissenschaften an der Universität für Weiterbildung Krems lädt dazu ein, Diskurse, Praktiken, Ethik und Politik der Fürsorge im Zusammenhang mit dem Sammeln, Bewahren, Restaurieren, Kuratieren, Interpretieren sowie Verwalten und Organisieren zu untersuchen, indem Folgendes erörtert wird:
- Wer kümmert sich um Objekte, Materialien, Daten und deren Geschichte – auch im Hinblick auf den gesellschaftlichen Auftrag und die Verantwortung von Kulturerbe-Einrichtungen? Wie werden Entscheidungen darüber getroffen, was erhalten, restauriert oder dem Verfall überlassen wird?
- Wie gehen wir mit fragilen, alternden, beschädigten, unterdrückten oder unlesbaren Materialien – Dokumenten, Kunstwerken, Artefakten – mithilfe digitaler Methoden um?
- Wie stellen wir die Erhaltung digitalisierter Bestände sicher und wie entwickeln wir nachhaltige Praktiken für den Umgang mit von Anfang an digital erzeugten Texten und Artefakten?
- Was bedeutet „Kuratieren“ oder „Restaurieren“ aus der Perspektive der Fürsorge und des Eintretens für lange übersehene Akteure, Materialien oder Praktiken?
- Wie können wir Mechanismen der Inklusion und Exklusion sichtbar machen – auch in Restaurierungspraktiken, Konservierungsprioritäten, Strategien und der Kulturpolitik?
- Wie sammeln, bewahren, reparieren und löschen Organisationen Wissen, Erinnerungen und Daten, und wie können solche kollektiven Erinnerungen und Repositorien wiederhergestellt und untersucht werden?
- Wie verändern Klimawandel, Umweltzerstörung und Ressourcenknappheit Konservierungs- und Restaurierungspraktiken, und welche Strategien gibt es bereits? (z. B. Klimasicherung von Sammlungen, Umgang mit Schimmel, Feuchtigkeit, Schädlingen, extremen Wetterereignissen)
- Wie unterscheiden sich Pflegekonzepte und -praktiken zwischen Kulturerbe-Institutionen, Unternehmen, Gemeinschaften oder Aktivistengruppen?
- Wie können gesellschaftliche Akteure aktiv in Pflegepraktiken einbezogen werden, insbesondere durch partizipative Ansätze und/oder Citizen Science?
Die Veranstalter:innen freuen sich über Beiträge, die sich diesen Fragen aus kultureller, organisatorischer, konservatorischer oder interdisziplinärer Perspektive nähern – von theoretischen Überlegungen und empirischen Studien bis hin zu Fallbeispielen, künstlerischen Interventionen oder praxisorientierter Forschung.
full call & additional suggestions of topicsCall for Contributions
Im Rahmen der Summer School möchten die Organisator:innen das Thema aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchten – mit einer Mischung aus Vorträgen, Workshops, Spiel-Prototyping-Sessions sowie informellen Diskussionen und Austauschrunden.
Die Teilnehmenden sind eingeladen, ihre Beiträge in einem der folgenden Formate einzureichen:
- Workshop (30–90 Minuten): Beziehen Sie die Teilnehmer:innen durch interaktive Aktivitäten mit ein (Vorschläge siehe oben).
- Wissenschaftlicher Vortrag (~20 Minuten): Stellen Sie Ihre Forschungsergebnisse vor und diskutieren Sie diese.
- Projektpräsentation (~20 Minuten): Stellen Sie ein kuratorisches Projekt oder Ihre Erfahrungen als Kurator, Archivar oder Sammler oder aus der Perspektive eines Besuchers vor, wobei eine wissenschaftliche Bewertung nicht zwingend erforderlich ist.
- Posterpräsentation (5-minütige Präsentation, offene Diskussion im Rahmen einer Postersession): Präsentieren Sie Ihre Ideen oder Projekte anhand eines prägnanten und visuell ansprechenden Posters.
Veröffentlichungsoptionen
Für jedes Präsentationsformat können Sie eine der folgenden Veröffentlichungsoptionen wählen:
- Nur Präsentation: Ihr Abstract wird auf der Website der Summer School veröffentlicht, ohne weitere Veröffentlichung.
- Forschungsarbeit (6–12 Seiten): Eine umfassende Darstellung Ihrer Forschungsarbeit.
- Projekt-/Erfahrungs-/Positionspapier (3–12 Seiten): Teilen Sie Erkenntnisse aus Projekten, Erfahrungen oder Standpunkten in einem kurzen Format.
Die Beiträge zur Summer School 2026 werden in der jährlichen Zeitschrift „DAC – Digital Journal for Arts and Cultural Studies | Digitales Journal für Kunst- und Kulturwissenschaften“ veröffentlicht, https://dac-journal.at/ .
Review Prozess
- Forschungsbeiträge: können einem Peer-Review-Verfahren unterzogen werden.
- Projekt-, Erfahrungs- und Positionsbeiträge: werden von den Herausgebern (Vorsitzenden) geprüft.
Wichtige Termine
- Einreichungsfrist für Abstracts: 15. April 2026
- Benachrichtigung über die Annahme: 15. Mai 2026
- Anmeldung zur Teilnahme: 1. Juni 2026 (für alle Teilnehmer)
- Veranstaltungstermine: 1.–3. Juli 2026
- Einreichung des ersten Entwurfs des Beitrags: 1. August 2026
- Abschluss des iterativen Begutachtungsprozesses: 1. Februar 2027
- Veröffentlichungsdatum: Herbst 2027
Richtlinien für die Einreichung
Bitte reichen Sie Ihr Abstract bis zum 15. April 2026 über das verlinkte Formular ein und beachten Sie die folgenden Richtlinien:
- Verfassen Sie ein Abstract, das Ihren Beitrag zusammenfasst.
- Wählen Sie Ihr bevorzugtes Präsentationsformat und Ihre bevorzugte Veröffentlichungsoption.
- Stellen Sie sicher, dass Ihr Beitrag zu einem der drei Themenbereiche passt, oder geben Sie ausdrücklich an, warum ein anderer Bereich für das Publikum von großem Interesse ist.
- Halten Sie sich an das angegebene Format und die angegebene Länge für die von Ihnen gewählte Veröffentlichungsoption.
Wir freuen uns auf Ihre wertvollen Beiträge!
Abstract submission formTeilnahme
Bitte melden Sie sich über das Formular unter folgendem Link an, wenn Sie an der Sommerschule teilnehmen möchten. Anmeldeschluss: 1. Juni 2026
Die Teilnahme ist kostenlos und auf 40 Personen begrenzt.
Eine Teilnahme ist auch ohne Einreichung eines Beitrags zum Programm möglich. Wir empfehlen Ihnen jedoch dringend, sich aktiv am Programm zu beteiligen, und freuen uns auf einen regen Austausch und lebhafte Diskussionen.
Participant registration formVorsitzende & Kontakt
Department für Kunst- und Kulturwissenschaften, Universität für Weiterbildung Krems:
Anja Grebe
Professorin für Kulturgeschichte und Museale Sammlungswissenschaften
anja.grebe@donau-uni.ac.at
Helmut Neundlinger
Leiter Archiv der Zeitgenossen
helmut.neundlinger@donau-uni.ac.at
Chiara Zuanni
Professorin für Digitale Kulturen und Digital Humanities
chiara.zuanni@donau-uni.ac.at
in scope GmbH:
Klaus Neundlinger
Head of Research, in scope GmbH
klaus.neundlinger@in-scope.com